Couverts gestalten

Warum unten ein Streifen frei bleiben muss, wohin die Adresse gehört und wie genau der Druck sitzt — die Regeln hinter den Massen.

Die vier Flächen, die frei bleiben

Auf der Seite Druckdaten stehen die Masse. Hier steht, warum es sie gibt — und was passiert, wenn man sie übergeht.

C5 liegend mit Frankier- und Codierzone.
Greiferrand3 mm

Daran fasst die Druckmaschine das Couvert an, während es durchläuft. Was dort steht, wird nicht gedruckt oder verzerrt — der Streifen gehört uns, nicht Ihrem Layout.

Frankierzone74 × 38 mm, oben rechts

Hier kommt die Briefmarke hin, der Frankiervermerk oder der WebStamp-Code. Drucken Sie dort etwas hin, klebt die Marke auf Ihrem Motiv — und bei maschineller Frankierung druckt die Post ihren Vermerk darüber.

Codierzone140 × 15 mm, unten

Der wichtigste Streifen und der am häufigsten übersehene. Die Post bringt dort einen Strichcode an und liest ihn in der Sortieranlage wieder. Ist die Fläche bedruckt, stört das die Lesung, und die Sendung muss von Hand sortiert werden.

Adressfenster100 × 45 mm

Das Fenster ist eine Folie, keine Druckfläche. Was dahinter sichtbar wird, steht auf Ihrem Brief, nicht auf dem Couvert.

Die Masse stammen aus «Briefgestaltung von A–Z» der Schweizerischen Post und gelten für Formate bis B5. Dieselben Zahlen stehen als Übersicht auf der Seite Druckdaten.

Drei Fehler, die wir immer wieder sehen

Keiner davon fällt am Bildschirm auf. Alle drei fallen in der Sortieranlage auf.

Das Logo rutscht in die Codierzone

Ein Logo am unteren Rand sieht im Layout ausgewogen aus und liegt genau dort, wo die Post ihren Strichcode braucht. 15 Millimeter über der Unterkante ist das Couvert tabu.

So nicht
So geht es

Die Adresse passt nicht ins Fenster

Der Brief verrutscht im Couvert, und schon steht die Postleitzahl halb hinter dem Papier. Lassen Sie rund fünf Millimeter Luft zu allen Fensterkanten — das Fenster ist 100 × 45 mm, der Adressblock darf kleiner sein.

So nicht
So geht es

Vollflächige Farbe unter der Frankierzone

Eine dunkle Fläche bis in die obere rechte Ecke trägt die Marke nicht mit: Sie klebt schlechter, und der aufgedruckte Frankiervermerk ist auf dunklem Grund nicht lesbar. Lassen Sie die Zone weiss.

So nicht
So geht es

Wohin die Adresse gehört

Die häufigste Frage vor einer Bestellung — und sie entscheidet sich daran, ob das Couvert ein Fenster hat.

Mit Fenster

Die Empfängeradresse steht auf dem Brief und erscheint im Fenster. Aufs Couvert kommt sie nicht. Gedruckt wird nur, was Ihnen gehört: Logo, Absender, Gestaltung — und zwar ausserhalb des Fensters.

Ohne Fenster

Hier bringen Sie die Empfängeradresse selbst auf, per Etikett oder Druck. Dann gehört auch die Absenderadresse aufs Couvert — oben links oder auf die Rückseite. Ohne sie kommt eine unzustellbare Sendung nicht zu Ihnen zurück.

Wie genau es wird

Papier ist kein Bildschirm. Diese Abweichungen sind normal und kein Reklamationsgrund — rechnen Sie im Layout damit.

ToleranzWarum
Fensterstellung± 2 mmDas Fenster wird beim Confectionieren gestanzt; eine Schachtel streut.
Zuschnitt und Falz± 1 mmDarum reichen randabfallende Flächen 2 mm über den Rand hinaus.
Druckregister± 0,5 mmDie Lage des Drucks auf dem Couvert, Lauf für Lauf.

Daraus folgt eine einfache Regel: vier Millimeter Abstand zu Fensterkanten und Zonen, und keine dünnen Rahmen parallel zum Couvertrand. Ein Rahmen, der einen Millimeter wandert, sieht schief aus; eine Fläche, die einen Millimeter wandert, sieht niemand.

Weiter in der Hilfe

Wenn Sie so weit sind: Im Konfigurator wählen Sie Format, Fenster und Menge und sehen den Preis sofort. Alle Produkte stehen im Katalog. Und wenn etwas unklar bleibt, schreiben Sie uns — wir schauen es mit Ihnen an.